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 Exorzisten gefragt Der Teufel hat Polen im Visier
Nie zuvor suchten mehr Polen Hilfe bei Exorzisten. Um der Nachfrage Herr zu werden, stockte die katholische Kirche dort in den vergangenen 15 Jahren die Zahl der offiziell berufenen „Teufelsaustreiber“ von 4 auf 120 auf. Dem populären Monatsmagazin „Egzorcysta“ gelang es binnen eines Jahres, seine Auflage auf 30'000 Exemplare zu verdoppeln. Einer der gefragtesten Exorzisten Polens, Aleksander Posacki, macht den zunehmenden „Werterelativismus“ verantwortlich: „Gefährliche spirituelle Irrwege wie Feng-Shui, Homöopathie und Yoga sowie ‚Harry Potter’-Romane machten es dem Satan leicht, Seelen zu erobern“, so zitiert ihn das Nachrichtenmagazin Der Spiegel (Nr. 52/2013). Mittlerweile ziehen mehrere polnische Bischöfe in Erwägung, einen Leitfaden für Teufelsaustreibungen herauszugeben; ihm soll verbindlich zu entnehmen sein, in welchen Fällen die Dienste eines Exorzisten in Anspruch genommen werden sollten – und wann besser ein Psychiater zu Rate zu ziehen ist.

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