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„Eine geballte Ladung Spiritualität“ So bewerten die Teilnehmer das 13. Auswege-Camp in Schwarzenborn
Auch Erfolg ist relativ. Wer es vorrangig findet, die von den Teilnehmern mitgebrachten Symptome zusammenzuzählen und hinter jedes gelinderte ein Häkchen zu setzen, der könnte meinen: Bei früheren Camps kam mehr heraus. Doch kaum ein anderes der bisherigen dreizehn verließen nach einer Woche mehr zufriedene, bewegte, erfüllte Teilnehmer. Darauf deutet die Auswertung ihrer abschließend ausgefüllten Fragebögen ebenso hin wie ihre anschließenden Briefe und E-Mails.
Auch in Schwarzenborn, wie bei allen vorherigen Auswege-Camps, füllten die Teilnehmer gegen Ende einen vierseitigen Fragebogen aus, mit 35 Items, in denen sie mittels Noten (Eins bis Sechs), einfachen Ja/Nein-Antworten oder auf elfstufigen, bipolaren Skalen (-5 bis +5) die wichtigsten Aspekte des Campaufenthalts bewerten konnten: von der Entwicklung ihrer Symptomatik und des Allgemeinbefindens über die Qualität unseres Behandlungs- und Beratungsangebots bis hin zur jeweiligen Unterkunft. Die Ergebnisse sind bemerkenswert:
Symptomatik: vielfach gelindert Wie stand es um die Symptome unmittelbar nach der letzten Heilsitzung? 39 Angaben, davon 2: „völlig symptomfrei“ 13: „Die Symptome haben deutlich nachgelassen“ 11: „Die Symptome haben ein wenig nachgelassen“ 13: „Die Symptome sind im wesentlichen gleichgeblieben“ 0: „Die Symptome haben sich ein wenig verschlimmert“ 0: „Die Symptome haben sich stark verschlimmert“
Laufende Therapien: nur in jedem dritten Fall Finden zur Zeit andere Therapien statt? „Ja“ bei 13 von 37 Diagnosen.
Medikamente: vereinzelt weniger nötig Nehmen Sie wegen dieser Diagnose zur Zeit Medikamente ein? „Ja“ bei 13 von 28 Diagnosen.
Hat sich die Medikamenteneinnahme während des Camps geändert? 0: „Mussten höher dosiert werden.“ 4: „Konnten niedriger dosiert werden.“ 1: „Konnten abgesetzt werden.“ 18: „Nein“
Befinden: überwiegend deutlich verbessert Bei den nächsten drei Fragen sollten Einschätzungen mit einem Zahlenwert zwischen -5 („viel schlechter geworden“) und +5 („viel besser geworden“) ausgedrückt werden; der Wert 0 entspräche der Antwort „unverändert“.
Wie geht es Ihnen heute alles in allem, verglichen mit dem Zustand vor Beginn der Heilsitzungen? Durchschnittswert: + 2,5. Von 21 Teilnehmern gaben 16 Besserungen an. (Fünf kreuzten „+3“ an, weitere fünf „+4“, zwei den Höchstwert „+5“.)
Hat sich insbesondere Ihre körperliche Verfassung geändert? Durchschnittswert: + 2,2. Von 21 Teilnehmern gaben 16 Besserungen an. (Vier kreuzten „+3“ an, fünf „+4“, einer den Höchstwert „+5“.)
Und wie steht es mit Ihrer seelischen Verfassung? Durchschnittswert: + 3,1. Von 21 Teilnehmern gaben 19 Besserungen an. (Sieben kreuzten „+3“ an, vier „+4“, weitere vier den Höchstwert „+5“.)
Beratung durch den Camparzt: bestens Hier konnten Noten zwischen 1 und 6 vergeben werden. „Wie kompetent wirkte er auf Sie?“ (1 = äußerst kompetent; 6 = völlig inkompetent) Durchschnittsnote: 1,0. (17 von 18 Teilnehmern vergaben die Bestnote.)
„Wie hilfreich waren seine Informationen für Sie?“ (1 = äußerst hilfreich; 6 = völlig nutzlos) Durchschnittsnote: 1,2. (14 von 18 Teilnehmern vergaben die Bestnote.)
„Wie verständnisvoll ging er auf Sie bzw. Ihr Kind ein?“ (1 = überaus einfühlsam; 6 = völlig verständnislos) Durchschnittsnote: 1,0. (17 von 18 Teilnehmern vergaben die Bestnote.)
Die Heiler/Therapeuten im Camp: tadellos, fähig, empfehlenswert Zu bewerten war durch Ankreuzen von „Eher Ja“ oder „Eher Nein“, ob zehn wichtige Attribute zutrafen. Von 20 Teilnehmern empfanden ausnahmslos alle die von ihnen aufgesuchten Therapeuten als „sicher“, „geduldig“, „höflich“, „einfühlsam“, „ermutigend“, „kompetent“, „überzeugend“, „unaufdringlich“ und „vertrauenserweckend“, 19 als „bescheiden“. (Foto: Heilerin Helga Schöll mit einem kleinen Patienten.)
Unter 20 Teilnehmern würden alle ihren Camptherapeuten „weiterempfehlen“: 19 „uneingeschränkt“, einer „mit Einschränkungen“.
„Welche Noten (1 bis 6) würden Sie dem Heiler/der Heilerin geben? - seinen therapeutischen Fähigkeiten? Durchschnittsnote: 1,1. (15 von 17 Teilnehmern vergaben die Bestnote.) - sein Verhalten Ihnen gegenüber? Durchschnittsnote: 1,1. (Auch hierbei vergaben 15 von 17 Teilnehmern die Bestnote.)
Die Unterkunft/Umgebung des Camps: gut Zu bewerten war mittels Noten zwischen 1 („hervorragend“) und 6 („katastrophal“). Durchschnittsnote: 2,1. (Von 18 Teilnehmern vergaben fünf die Note 1, einer eine 1-2, zwei eine 2, zwei weitere eine 2-3.)
(Schwankende Gesamtwerte rühren daher, dass manche Teilnehmer zu einzelnen Fragen keine Angaben machten oder anstelle von verlangten quantitativen Einschätzungen formlose Kommentare schrieben, die in die Auswertung nicht einbezogen wurden.)
Die Kinderbetreuung: „super“ Damit Eltern sorglos Beratungs- und Behandlungstermine wahrnehmen konnten, kümmerte sich um ihre Kinder währenddessen die Pädagogin Leonie Malcher (Foto li.). Wie liebevoll sie das tat, würdigten mehrere Teilnehmer nachdrücklich. „Die Kinderbetreuung würde ich als perfekt bezeichnen“, so meinte etwa Patient Klaus-Peter*; schlicht „super“ fand sie der Vater des fünfjährigen Thomas*. Dessen Mutter erkannte in „Leonie und Katrin“ – Camporganisatorin und Leiterin der Auswege-Geschäftsstelle – „zwei Perlen, ohne die für mich die Zeit nicht so angenehm, reibungslos und überhaupt möglich gewesen wäre“.
Um eine abschließende Bewertung des Camps insgesamt gebeten, fand ausnahmslos jeder Teilnehmer lobende Worte. Hier ein paar Auszüge:
„Vom ersten Tag an war ich angenehm überrascht, dass alle Leute so nett und offen miteinander umgegangen sind. Alles war total positiv. Wir sind froh, dass wir die Chance hatten, hier dabei sein zu dürfen – und dass es diese Stiftung gibt.“ Die Eltern von Ludwig* (5, Epilepsie, Entwicklungsverzögerung; Foto li.)
„Ich bin sehr zufrieden mit diesem Camp, fühle mich wieder hoffnungsvoll und zuversichtlich.“ Die Mutter von Petra* (5, Cerebralparese; Foto re.)
„Es hat mir und meiner Familie gutgetan.“ Der Opa von Erwin* (23 Monate, chronische Bronchitis; 3. Foto von oben: Erwin auf Mamas Schoß)
„Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die sich für Andere so engagieren.“ Kerstin* (29, Multiple Sklerose)
„Ich fand es rundum super. Gut organisierter Ablauf. Der ‚Morgenkreis’ war immer ein schöner Einstieg in den Tag. Die Vorträge am Abend waren sehr interessant und informativ. Schöne Umgebung. Guter Austausch zwischen den Teilnehmern. Super-Kinderbetreuung, so dass wir entspannt in unsere Therapiesitzungen gehen konnten. Ärztliche Leitung optimal. Last not least: das vielfältige Behandlungsangebot durch die sehr unterschiedlichen Therapeuten. Wir kommen gerne wieder!“ Der Vater von Thomas* (5), wie sein Sohn von Neurodermitis betroffen
„Dieses Camp hat mir bestätigt, dass es andere Möglichkeiten (des Heilens) gibt. Ich bin sooo dankbar, dass (nicht nur mein kranker Junge, sondern) auch ich Behandlungsangebote in Anspruch nehmen durfte; das war mir vorher nicht klar, es hat mir so sehr gut getan. Sehr dankbar bin ich für eure Achtsamkeit und euer ehrenamtliches Engagement; für die Zeit und die Energie, die mir geschenkt wurde. Sehr beeindruckt hat mich, dass jeder Heiler und insbesondere der Camparzt – trotz so vieler Termine pro Tag – so ganz aufmerksam und konzentriert bei mir und meinen Anliegen war. Das nenne ich Hingabe. Davon bin ich gerührt und tief berührt. Ich verneige mich vor euch!“ Die Mutter von Thomas* (5, Neurodermitis)
„Es war alles wunderbar, mit viel Liebe, Geduld und Mitgefühl. Wir haben einen Ausweg gesucht und bei euch gefunden. Wir werden den Weg weitergehen und sehr gerne mit euch in Kontakt bleiben.“ Der Vater von Larissa* (17, Autismus, geistiger Entwicklungsrückstand; Foto li.)
„Danke für das ‚Wiederanbinden’ an die geistige Welt; für Reinigung und Klärung; dass ich wieder Freude spüren kann; für das Lachen (weinen konnte ich ja schon gut); dass das Licht der Hoffnung wieder leuchtet; für den Abbau von Mauern um mich herum; für die Güte und die herzliche Annahme von uns und unseren Sorgen; dass es Janina soooo viel besser geht; dass sie gelernt hat, bei sich zu sein; dass es euch und ‚Auswege’ gibt.“ Janina* (17, Epilepsie; Foto re.), mitunterzeichnet von ihren Eltern
„Insgesamt war es eine tolle Woche. Wir haben wieder viel erlebt und dazugelernt. (…) Nach dem Camp in Schwarzenborn geht es mir wieder richtig gut. Ich habe mehr Zuversicht und Vertrauen in das was kommt.(…) Für uns ist nicht wichtig, an welchem Ort ein Auswege-Camp stattfindet. Wichtig ist eher die Zeit mit euch und die Energie und Kraft, sowie die vielen neuen Impulse, welche man in den Tagen bekommt. Es tut es sehr gut zu wissen, dass man einmal im Jahr ein paar Tage Ausspannen, sich mal um sich selber kümmern und Menschen um sich zu wissen, die einem wieder Kraft und Mut und neue Impulse geben das alles durchzustehen. Jonas genießt die Zeit im Camp auch. In Schwarzenborn ging es ihm so gut wie lange nicht mehr. Wenn er auch sonst nicht so gerne verreist, so fragt er immer wieder, wann wir endlich wieder ins Camp fahren. Er fühlt sich oft minderwertig und sagt: "Viele halten mich für dumm, aber das bin ich nicht". Bei euch fühlt er sich angenommen und genießt die Zeit. Er gehört dazu und kann selbst bestimmen, was er möchte, und man hört ihm zu. Bei euch ist er ein gleichwertiges Mitglied in der Gruppe. So etwas erlebt er sonst fast nie.“ Die Mutter von Jonas* (16, Epilepsie, Entwicklungsverzögerung)
„Von Beginn an herrschte eine sehr herzliche, warme Atmosphäre. Die Therapeuten nahmen sich sehr viel Zeit für jeden Einzelnen. Die Vorträge des Camparztes und aller anderer Therapeuten waren interessant. Durch den abwechslungsreichen ‚Morgenkreis’, die Behandlungen und Vorträge war der Tag sehr kurzweilig; trotzdem hatte jeder die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn man lieber allein sein wollte. Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich von der Stiftung Auswege erfahren habe und an diesem Camp teilnehmen durfte.“ Silke* (30, Hashimoto-Thyreodits, „kalter Knoten“, Clivus-Chordom)
“Ich war in einer großen Familie.” Pamela* (48, Depression, Verlusttrauer)
„Es war von Anfang an eine gute und sehr offene Atmosphäre unter allen Anwesnden, Therapeuten und Patienten. Das gab Vertrauen und hat Kräfte bzw. Energie freigesetzt, Dinge im eigenen Leben zu hinterfragen und Ansätze für Veränderungen zu suchen. Anfangs war es anstrengend, Wahrheiten zu hören und zu verarbeiten. Nach und nach ist ein Prozess in Gang gekommen; immer mehr konnte ich annehmen, bis hin zum festen Willen, mein Leben und die Einstellung dazu zu ändern. Insgesamt war dieses ‚Auswege’-Camp für mich persönlich ein großer Erfolg: nicht nur, weil ich viel über mich selbst gelernt habe – mein Weltbild ist erweitert worden. Für andere als schulmedizinische Ansätze war ich nie offen, das hat sich jetzt grundlegend geändert. Die Organisation, die täglichen Abläufe im Camp würde ich als perfekt bezeichnen. Der Ort, das Tagesprogramm, das Essen: alles hat sehr gut gepasst. Klaus-Peter* (59, Blutgefäßverengung, Herzinfarkt-, Schlaganfallfolgen)
„Bin mit allem zufrieden.“ Dorothea* (53, COPD, Lungenemphysem; Foto li.)
„Insgesamt war ich mit dem Camp voll zufrieden und kann es uneingeschränkt empfehlen.“ Gerald* (53, Bluthochdruck, chronische Schmerzen, Muskelverkrampfungen, Prostatabeschwerden)
„Insgesamt sehr gut. Schade, dass die Woche so schnell vorüber ist. Besten Dank für ALLES. (…) Ich habe euch viele Male weiterempfohlen und hoffe sehr, dass eure Bewegung größer wird.“ Markus* (55, Colitis ulcerosa, Morbus Bechterew)
„Insgesamt: 1* (eine Eins mit Stern). Besonders gut fand ich, dass die meisten Heiler – insbesondere jene, die schon länger dabei sind – einen Konsens in ihrer Haltung zu Krankheit, Gesundheit und Heilung haben. So hatte ich das Gefühl, dass all diejenigen, mit denen ich gut und konstruktiv gearbeitet habe, an einem Strang zogen und die Behandlungen sich gegenseitig unterstützten. Zudem hatte ich den Eindruck, dass sie ihre Arbeit reflektieren, einander und den Patienten transparent und überprüfbar machen. Das ist für jemanden wie mich - der nur wenig Einblick in die Quellen hat, aus denen sich ihre Heilkraft nährt – von ganz besonders hohem Wert, da es zumindest bei mir doch eine latente Angst vor Manipulation gibt. Und genau deshalb hatte ich von Anfang an sehr großes Vertrauen.“ Martin* (55, Tinnitus, Schwerhörigkeit, chronische Schmerzen, chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen)
„Alles war gut, ich bin sehr zufrieden und werde sicher wieder ein Camp buchen. Danke an das Auswege-Team.“ Barbara* (68, Rektozele, Atemnot)
„Es war eine wunderbare Woche. Ich werde ganz bestimmt gerne wiederkommen und fühle mich in der großen Campfamilie zuhause!“ Hanna* (76, Herzbeschwerden, chronische Schmerzen)
„Höchst bemerkenswert war die Atmosphäre, in der das Camp stattfand. Allseitig herrschten vor: Freundlichkeit, Entgegenkommen, Verständnis, Empathie. Jemand nannte es treffend ‚eine geballte Ladung Spiritualität’ – dem ist nichts hinzuzufügen.“ Walter* (79, chronische Bronchitis und Entzündung der Nasennebenhöhlen, Polyneuropathie)
„Gerne denke ich an die wundervolle Zeit in Schwarzenborn zurück. Ich hoffe, es folgen weitere.“ Gisela* (83, Hypoglykämie, Muskelschwund, Neuropathie u.a.)
„Ihr seid alle so lieb.“ Die Mutter von Erwin* (23 Monate, chronische Bronchitis)

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